Brochenbahn, schwarz weiß Fotografiert
Reisen

der Harz – Ort der Mythen und der Wanderer in der Mitte Deutschlands

Schlossberg Wernigerode
Quelle: Photo by Dimitry Anikin
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Mitten in Deutschland, gibt es eine Region, an der sicher schon viele vorbeigefahren sind. Aber manchem ist nicht bewusst, das es sich lohnt mal von der Autobahn runter zu fahren und Anzuhalten. 

Der Harz, hier werden kleinen und großen Entdeckern nicht nur im Winter viel geboten. Die Geschichte von Römern, Hexen und Einhörnern kann hier erforscht werden. Ausserdem wird der Naturschutz in Deutschland für jeden hier erlebbar gemacht.

vom Kaffee auf den Wanderweg

Das schöne am Harz ist, das die Region ehr klein und daher gut zu bewältigen ist. Jeder Wanderer findet hier den richtigen Schwierigkeitsgrad für sich und einen Einkehrmöglichkeit. Aber auch umgedreht, Touristen die einen Entspannten Tag in Wernigerode, Ilsenburg oder einer anderen Gemeinde verbringt. Können schnell mal aus dem Städtischen Alltag ausbrechen und sich in die Natur begeben.

Das tolle an Gemeinden wie Braunlage ist, sie bieten einem nicht nur im Winter viele Möglichkeiten, wie Langlaufen, eine Eislaufbahn oder Event auf den Schanzen rund um den Wurmberg. Sie Haben auch im Sommer, jedem Outdoor Sportler viel zu bieten.

Hochseilpark SKYROPE Bad Harzburg

Von kurzen Rundwegen, bis hin zum Brockenaufstieg, ist alles möglich. Auch für Mountainbiker sind die Wanderwege gut zu befahren. Ausserdem gibt es spezielle Bikeparks, wo sie ihre Fähigkeiten testen und Schulen können. Auch Kletterer kommen hier, in der Mitte Deutschlands auf ihre kosten.

Und wer eine Pause von den lieben kleinen möchte, der kann sie im Hochseilpark, in Bad Harzburg, ihren Gleichgewichtssinn schulen lassen und sich selbst etwas Entspannung in der Sole-Therme gönnen.

der Brocken, symbol einer Region

Für ganz Ambitionierte, kann es auch rauf auf den Brocken gehen. Die vielleicht leichteste Stecke, geht vom Torfhaus rüber zum Brocken. Man kann aber auch von anderen Punkten aus Starten. Beispielsweise geht es auch von Schierke aus, den Berg hinauf. 

Harzer Schmalspurbahn, abfahrt am Bahnhof
Quelle: Photo by Leon Skibitzki
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Klar ist, wer auf den Brocken will. Der hat nur wenige Möglichkeiten, zu Fuß, mit dem Rad oder dem Pferde oder die Idyllischste Variante der Brockenbahn. Mit dem eigenen Auto, kommt man nicht mal in die nähe des Gipfels.

Der Brocken war für viele, in Zeiten der Teilung Deutschlands ein Sehnsuchtsort, nur wenige durften nach oben. Seit der Brocken 1990 wieder frei zugänglich ist, hat ihn wohl niemand so oft bestiegen wie Benno Schmidt alias „Brocken-Benno“. Im Januar diesen Jahres (2020) hat er den Brocken zum 8.888 mal Bestiegen und das mit stolzen 87 Jahren, das nennt ich mal Ausdauer.    

Mystische Plätze

Wie jeder Region im Land, so hat auch der Harz seine Mythen und Sagen. Aber vielleicht werden sie hier, etwas mehr gepflegt wie anderswo. 

Zumindest kommt man zu dem Schluss, wenn man die Walpurgisnacht auf dem Hexentanzplatz in Thale miterlebt oder sich in die Einhonhöhle wagt. Im Harz haben viele Volksgruppen, ihre Spuren hinterlassen und die Gemeinden stellen hier sicher, das wir ihre Geschichten noch heute Erleben können. 

Bachlauf der Warme Bode im Harz

Gefühlt hat im Harz, jede Steinformation ihre Geschichte, so wie die Teufelsmauer zwischen Ballenstedt und Blankenburg. Die Dreibrodesteine bei Sankt Andreasberg oder die Steinkirche bei Scharzfeld. Auch die Römer haben ihren Teil zur Geschichte des Harzes beigetragen, die kann jeder um Harzhorn herum erforschen.

Tiergehege in der Natur

Die meisten, die in den Harz kommen suchen aber ehr die Abgeschiedenheit in der Natur. Die erste Anlaufstelle hierfür ist vermutlich der Nationalpark Harz. Der mit seinen gut Ausgeschilderten Wanderwegen, sowohl Trainierten Wanderer als auch Wochenendwanderern viele Möglichkeiten bietet.

Da wären beispielsweise Rundwanderwege, um ums Torfhaus oder die Oderteiche. Aber auch das Oberharzer Wasserregal gilt es zu erkunden. 

Eichhörnchen beim fressen einer Nuss
Quelle: Photo by Dorothea OLDANI on Unsplash

In einem Gebiet wie dem Harz, kommen natürlich auch die Tiere nicht zu kurz. Von Bad Harzburg aus könnt ihr zum  Luchsgehege mit Beobachtungsplattform Wandern. Oder ihr erkundet das Verhalten der Wildkatzen, auf dem dazugehörigen Lehrpfad. Im Wildkatzengehege, könnt ihr die süßen Kätzchen nicht nur beobachten, sondern auch viel über sie Lernen.

Tiere leben hier aber nicht nur im Gehege, sonder wer zeit mitbringt kann auch Füchse, Rehe und viele andere Arten in den Wäldern des Harzes beobachten.

die Natur im Wandel

Wer sich heute nach langer Zeit dazu entscheidet, in den Harz zu fahren. Der wird feststellen, das sich der Harz in den letzten Jahren Massiv verändert hat. 

Das liegt auch hier, wie an vielen Orten am Borkenkäfer. Der den Fichten des Nationalparks zusetzt. Aber auch wenn das Bild, das wir vor uns sehen etwas fremd auf uns wirkt. So ist es nicht so, das man hier vom Waldsterben sprechen sollte. Sondern die Verhältnisse im Wald verändern sich, so wie sich alles ändert.

Beschilderung im Nationalpark Harz

Klar ist, das es im Harz sehr stark auffällt, da es sich hier um ein Mittelgebirge handelt. Das sehr stark von Fichten bewaldet war. Daher gibt es aktuell viel Todholz, aber man kann schon jetzt den Prozess der Veränderung erkennen. Nun können Samen, die seit Jahrzehnten im Boden warten Aufblühen und einen neue Landschaft entsteht. Aber es benötigt Zeit. 

Aber das gehört zum Kreislauf des Waldlebens hinzu. Was für uns ggf. wie eine Tote Fläche ausschaut, das bietet andere eine Lebensgrundlage.

Wer sich über den Prozess des Wandels im Harzer Wald informieren möchte, kann das gerne in einem der Besucherzentren tun.

Fazit

Wer in den Harz fährt, der sollte seine Outdoor Kleidung mit dabei haben. Und definitiv auch mal einen der kleinen Abgelegenen Parkplätze nutzen. Fahrt nicht nur die Hauptparkplätze an, sondern haltet auch mal in einer Parkbucht und startet von dort aus eure Tour. Und um das Naturerlebnis für uns alle zu erhalten, denkt immer daran. Was ihr mitbringt, nehmt auch wieder mit nach Hause. Getränkeverpackungen und Tempotaschentücher gehören nicht in den Wald, das Moore oder auf die Wiese! 

carpe diem

Chris

>> Beitragsbild:  Photo by hidde schalm on Unsplash

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